Lebensräume für Wildbienen, Käfer und Co.

Workshop Wildtierstiftung im Garten des Bundeszentrums
Foto: BKD
Unter dem Motto „Gemeinsam anpacken – Lebensräume schaffen“ wurden am 30. Mai 2026 im Garten des Bundeszentrums in Berlin drei neue Kleinstrukturen zur Förderung von Insekten und Wildtieren errichtet.
Die Teilnehmenden des Workshops waren im Rahmen des 15. Naturerlebnistags der Deutschen Wildtier Stiftung nach Berlin angereist. Nadine Lechner (DschrJ) führte die Besuchergruppe durch den Garten und zeigte die bereits existierenden Kleinstbiotope. Sarah Buron (BKD) stellte das Projekt „Kleingärten für Biologische Vielfalt“ und die Vorteile des naturnahen Gärtnerns vor.
Dann durften die Teilnehmenden selbst aktiv werden und Akkuschrauber und Spaten in die Hand nehmen! Während des Bauens wurde gleichzeitig Wissen vermittelt. Was ist zu beachten, damit die Lebensräume ihren Zweck erfüllen können? Welche Tiere finden Unterschlupf?
Wildbienennisthilfe
Für das neue „Insektenhotel“ bauten die Teilnehmenden mehrere Nistelemente. In Hartholzklötze wurden Löcher mit einem Durchmesser von 3 – 7 mm gebohrt und Niströhren aus Bambus wurden in vorbereitete Kästen geleimt. So werden verschiedene Wildbienenarten zum Nisten eingeladen. Wildbienenexperte Tom Bluth von der Deutschen Wildtier Stiftung gab spannende Einblicke in den Lebenszyklus der Wildbienen. Noch beim Bau erkundeten bereits eine Faltenwespe und andere Insekten die Nisthilfe.
Käferkeller
Ein besonderes Highlight für die teilnehmenden Kinder war der Bau eines Käferkellers. Gemeinsam wurde eine flache Grube ausgehoben und mit einem Wurzelstock, Ästen und Laub befüllt. Danach wurde Totholz nach oben zu einer Pyramide aufgeschichtet. In diesem Kleinstbiotop können sich die Larven von Arten wie dem Hirschkäfer oder dem Nashornkäfer über mehrere Jahre im zersetzenden Holz entwickeln. Auf der Südseite des Käferkellers wurde aus dem Erdaushub ein kleiner Wall aufgetürmt, der ein potenzieller Nistplatz für bodennistende Wildbienen ist.
Totholzhecke
In einer schattigen Ecke des Gartens entstand eine Totholzhecke. Die Teilnehmenden der Mitmachaktion trieben hierfür angespitzte lange Äste mit einem Vorschlaghammer in den Boden. Diese bilden die Begrenzung, in die anschließend das Totholz geschichtet wurde: Unten die großen Äste und oben die dünnen langen Äste. So entstand eine Struktur, von etwa 2 m Länge und 1 m Höhe. Die Totholzhecke soll als Rückzugsort für Insekten, Vögel und Kleintiere dienen.
Weiterführende Infos
Nutzen Sie die Bauanleitungen und Erklärvideos für Kleinstbiotope wie den Käferkeller aus dem Projekt „Kleingärten für Biologische Vielfalt“.
Besuchen Sie das Informationsportal der Deutschen Wildtier Stiftung zum Thema Wildbienen und erkunden Sie den virtuellen Wildtiergarten.

