Fachberatung im bundesweiten Austausch

Im Bundeszentrum des Bundesverbandes der Kleingartenvereine Deutschlands (BKD) kamen am 24. und 25. April 2026 rund 50 Fachberaterinnen und Fachberater aus ganz Deutschland zusammen, um sich intensiv über naturnahes Gärtnern, biologische Vielfalt und die zukünftige Ausrichtung der kleingärtnerischen Fachberatung auszutauschen.

„Akute Vernetzungsgefahr“

Schon zu Beginn war klar: Diese Veranstaltung barg akute Vernetzungsgefahr – und genau die war ausdrücklich erwünscht.

Bundesfachberater Thomas Kleinworth begrüßte die Teilnehmenden und zeigte in seinem Vortrag auf, warum kleingärtnerische Nutzung, naturnahes Gärtnern und Biodiversität ein echtes „Dreamteam“ sind. Im anschließenden Austausch diskutierten die Teilnehmenden offen, wo die Fachberatung aktuell steht, welche Ansätze sich bewähren und wo weiterhin Herausforderungen bestehen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Sammeln und „Ernten“ guter Beispiele aus der Beratungspraxis sowie auf der Identifizierung von Unterstützungsbedarfen. Sandra von Rekowski und Eva Foos stellten die Aufgaben und Angebote des Bundesverbandes im Bereich biologische Vielfalt vor. Den Abschluss des ersten Tages bildete die Präsentation der Projektergebnisse „Kleingärten für Biologische Vielfalt“ durch Mitarbeitende des BKD und der Deutschen Schreberjugend.

Am Samstag stand die praxisnahe Vertiefung im Fokus. Julia Viebranz-Wiatrek stellte Methoden für Fachberatung und Umweltbildung vor. Elisabeth Schwab ging der Frage „Naturnah oder ungepflegt?“ nach und erläuterte eine Handreichung für Gartenbegehungen. Ein Praxisbeispiel aus Berlin-Tempelhof zeigte Michael Schneider mit der ökologischen Gartenordnung der Kolonie Lebensfreude e.V.

Die im Rahmen des Verbundprojektes „Kleingärten für Biologische Vielfalt“* geförderte Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig qualifizierte Fachberatung ist, um Kleingärten als lebendige, artenreiche und zugleich gepflegte Grünräume weiterzuentwickeln.

*Das Projekt wird gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.