Erste Ergebnisse des Bürgerwissenschaftsprojektes GartenDiv

Kleingärtnerinnen und Kleingärtner erforschen die Pflanzenvielfalt in ihren Gärten
Erste Ergebnisse der Pilotstudie 2025 des Bürgerwissenschaftsprojektes GartenDiv lassen erahnen, welches Potenzial Kleingärten bereits heute für den Schutz der biologischen Vielfalt aufweisen und wo ein angepasstes Management sinnvoll sein könnte.
Insgesamt haben sich an der Pilotstudie des Projektes 2025 mehr als 300 Kleingärtnerinnen und Kleingärtner aus dem gesamten Bundesgebiet an dem Projekt beteiligt, einzelne mit an die 250 Artenbestimmungen pro Garten! Und das bei zugegebnermaßen recht wenig Öffentlichkeitsarbeit. Erhoben wurden 1638 Arten, Wild- und Kulturarten. Ein Blick in unsere 2008 durchgeführte Studie mit allein über 2000 Kulturarten in den Kleingärten zeigt, dass dieses Zwischenergebnis sicher noch nicht die Realität abbildet.
Die beteiligten Personen lassen auf natur- und umweltbewusste Gärtnerinnen und Gärtner schließen. Naturnah gestaltete Flächen machen im Durchschnitt 20 % der Flächen aus, weitere 20 % Gemüsebeete und 16 % Obstanbauflächen. Es wird sichtbar, wie gut kleingärtnerische Nutzung und naturnahe Gestaltung Hand in Hand gehen können. Sehr erfreulich die große Zahl von Biotopelementen, die mit für die vielfaltsfördernde Strukturvielfalt in den Kleingartenanlagen verantwortlich sind (vgl. Grafik). Die 7% Rote Liste Arten an der Gesamtheit der erfassten Arten lassen staunen und sollten tiefer untersucht werden. Hinsichtlich erfasster invasiver Pflanzen ist ein kompetentes Management seitens der Vereinsvorstände in Zusammenarbeit mit Kommunen und Naturschutzverbänden gefragt. Entsprechende Schulungen hat der BKD bereits angeboten.
Die Auswertung der Gesamtergebnisse aller Erhebungen in Haus- und Kleingärten udn auf Balkonen ist im Gange. Wir werden wieder dazu berichten.
Wir danken allen Engagierten für die Mitwirkung. Dies schafft nicht nur Wissen, sondern setzt ein starkes gesellschaftliches Zeichen: Unsere Gärten zählen!
Das breit aufgestellte Projektteam mit Partnern aus der Wissenschaft und dem BKD plant aktuell die Fortführung des Projektes 2026.
Mehr dazu: https://kleingarten-bund.de/blog/2025/05/19/pflanzenvielfalt-in-deutschlands-kleingaerten-im-blick/
AnsprechpartnerInnen:
Universität Leipzig
Institut für Biologie
Dr. Ingmar Staude
Julius Kühn-Institut (JKI) – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Institut für Bienenschutz
Henri Greil, Projektleiter BeesUp-Projekt, Ansprechpartner: Felix Bossong
Bundesverband der Kleingartenvereine Deutschlands e. V. (BKD)
Eva Foos, wissenschaftliche Mitarbeiterin

