Artenvielfalt nicht abräumen

Laub- und Reisighaufen erst im April vorsichtig abbauen.

Foto: BKD

Beim naturnahen Gärtnern lässt man im Winter die abgeblühten Stauden stehen, um Insekten das Überwintern zu ermöglichen und Futter für Vögel zu bieten.

Um den positiven Effekt nicht zu zerstören, sollte man auch im Frühjahr behutsam und nicht zu zeitig aufräumen. Mit dem Entfernen der abgestorbenen Staudenstängel sollte man warten, bis es zwei Wochen lang tagsüber 15 Grad erreicht. Dann kann man davon ausgehen, dass die überwinternden Larven, Puppen und ausgewachsenen Insekten aktiv sind und diese verlassen haben. Das Material abzuschneiden und auf einem Haufen liegenzulassen, hilft nur bedingt, denn nun sind die Insekten weit von ihrer Wirtspflanze entfernt und durch die Änderung des Mikroklima kann es zur Verpilzung kommen.
Achtung auch beim Laub- und Reisighaufen, der im Herbst für Igel, Erdkröte und Co. aufgeschichtet wurden. Diesen sollte man im März in Ruhe lassen. Ab Ende April kann man den Haufen vorsichtig abbauen und das Material in den Kompost überführen.